Natur

Es grünt so grün

Der große Dichter Eduard Mörke beschreibt, was die meisten Menschen wohl denken und empfinden, wenn der lange Winter endlich den ersten Strahlen der Sonne weichen muss und der Frühling sich ankündigt.

Mit uns passiert dann so allerlei, denk man nur an die sogenannten Frühlingsgefühle. Unsere Hormone haben nämlich zu dieser Zeit Hochsaison. Das liegt daran, dass unser Körper darauf reagiert, wenn die Tage wieder länger werden. Er schüttet dann verstärkt Endorphin, Testosteron und östrogen aus, was uns ganz schön zusetzen kann.

Die Gefühle spielen verrückt, man flirtet gerne und setzt sich in luftigeren Klamotten in Szene. Ja, der Frühling ist die Zeit für Paare und die, die es werden wollen. Aber nicht nur bei uns Menschen geht es „rund“.

Wenns auch zwischen den Tieren knistert...

Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist hellwach. Evolutionsbiologen meinen, das liege daran, dass diese Zeit ein überbleibsel des geschlechtlichen Jahreszyklus sei, der bei Tieren und Menschen ähnlich verläuft.

Der Grund hierfür liegt in den steigenden Temperaturen. Milde Nächte und warme Tage sind optimal für die Fortpflanzung und die Jungenaufzucht. Jetzt ist die Zeit, in den man balzende Männchen um ihre Weibchen werben sieht und beobachten kann, wie die glücklichen Paare Nester bauen, Höhlen buddeln oder andere Plätzchen für sich und ihren Nachwuchs suchen.

Wie die Tiere so sind auch die Pflanzen damit beschäftigt, auszutreiben, zu blühen und ihre Samen überall zu verbreiten. Die Natur erwacht zu neuem Leben.