Der Frühling eine von vier Jahreszeiten

Mit dem Julianischen Kalender fing alles an...

Der Frühling – zusammen mit Sommer, Herbst und Winter gehört der zu den vier Jahreszeiten, die unsern Klima, unsere Vegetation und letztlich auch unser Leben bestimmen oder zumindest prägen. Hier ist auch ein Spaziergang mit dem Stubenwagen und dem Nachwuchs oft passend.

Mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders am 15. Oktober 1582, der den Julianischen ablöste, sprang das Datum vom damals 4. Oktober auf eben jenen 15. Oktober und mit diesem Sprung waren natürlich weitreichende Veränderungen in Gang gesetzt, denn auch die Anfänge der Jahreszeiten wurden damit verschoben. Seit dem gilt der 1. März, April, Mai meteorologisch als Frühlingsbeginn.

Eine Weltorganisation für die Jahreszeiten?

Diese Festlegung traf die Weltorganisation für Meteorologie WMO. Laut dieser Festsetzung dauern die Jahreszeiten jeweils exakt drei Monate, beginnen mit dem 1. Tag des Monats, in dem auch der astronomische Beginn der Jahreszeit liegt, und enden am letzten des dritten darauffolgenden Monats.

Für uns im Alltag kommt es vor allem auf die astronomischen, also kalendarischen Jahreszeitenanfänge an.Da fängt der Frühling dann am 21 März an.

Vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender

Im bereits erwähnten Julianischen Kalender dauerte das Jahr genau 356,25 Tage, war also um 0,0078 Tage oder 11 Minuten und 14 Sekunden länger als das tropische. Dieser wenn auch in jedem Jahr kaum merkliche Unterschied akkumulierte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer doch ganz beachtlichen Zeitspanne.

Den Astronomen fiel dann auf, dass sich der wahre Frühlingsbeginn – das ist dann, wenn die Sonne durch den Frühlingspunkt auf 0° Widder läuft – immer mehr vom nominalen Frühlingsbeginn am 21. März entfernte. Im 16. Jahrhundert war es dann soweit: Das Datum des Julianischen Kalenders lag um ganze 10 Tage hinter der realen Erdbahn zurück. Darum führte Papst Gregor, zunächst nur für den Bereich der römisch-katholischen Kirch, eine Kalenderreform durch. 10 Kalendertage fielen weg, weshalb auf den 4. plötzlich in der neuen Zeitrechnung der 15. Oktober folgte und der Frühlingsbeginn wieder am 21. März war.

Zudem führte man die Schaltjahrregelung ein. Diese besagt, dass die Schalttage in den Jahren fortfallen, die durch 100, aber nicht durch 400 teilbar sind.