Frühling vs Herbst
Ein ewiges Werden und Vergehen
In der einen Jahreszeit beginnt alles zu blühen, in der anderen fängt es an zu „sterben“. Die Rede ist von Frühling und Herbst. Was der eine erblühen und aufwachen lässt, bringt der andere zu Fall.
Die einst grünen Blätter werden plötzlich gold-gelb und fallen zu Boden, bunte Blumenwiesen verlieren die Farben blau, rot, gelb und lila, kurzum, es wird alles etwas trister. Wirklich? Ist der Herbst soviel weniger farbig als der Frühling? Ist er die „schlechtere“ Jahreszeit?
Zwei Seiten einer Medaille
Es stimmt schon. Im Frühling können wir regelrecht beobachten, wie alles wieder zu neuem Leben erwacht. Die Blumen wagen sich nach dem langen Winter wieder mit all ihrer Farbenpracht aus dem nicht mehr gefrorene Boden, die Bäume bekommen wieder Laub und lassen ihre Blätter sprießen und alle Tiere, die den Winter verschlafen oder im warmen „Ausland“ verbracht haben, kehren in die Wälder und auf die Wiesen zurück.
Doch auch der Herbst hat seine schönen Seiten. Wenn sich die Natur und die Tiere allmählich auf den Winter vorbereiten, dann gibt es allerlei zu sehen. Eichhörnchen schleppen Nüsse und Samen in ihre Verstecke, um im Winter davon zehren zu können, Igel suchen einen schützenden Blätterhaufen, indem sie ruhig schlafen können und wir Menschen, ja wir genießen diese Zeit bei langen Herbstspaziergängen, durchrascheln bei jedem Tritt das trockene Laub aus roten, orangenen, goldenen und braunen Blättern, heben das ein oder andere besonders schöne vielleicht sogar auf, trocknen es und schmücken damit unser zuhause.
Kinder haben oft viel Spaß daran, Kastanien zu sammeln und aus den dunklen, braunen Kugeln mit Zahnstochern lustige Figuren zu basteln. Der Herbst ist also gar nicht so trist und farblos wie man im ersten Moment annehmen möchte.