Blumen
Wenn der Frühling Einzug hält
Dass viele Tiere den langen und oft kalten und harten Winter verschlafen, ist nichts Neues. Aber auch die Pflanzen rüsten sich gegen die vierte Jahreszeit und verschanzen sich in der Erde, um dann im neuen Jahr, wenn es wieder wärmer wird, erneut zu erblühen.
Sie verkünden und zugleich, dass der Frühling im Anmarsch ist und sicher nicht mehr lange auf sich warten lässt. Man nennt diese mutigen Blumen, die sich als erste trauen, ihre Köpfchen auf dem Boden zu strecken, Frühblüher. Ihr Name kommt daher, weil sie eben schon sehr bald und meist sogar noch vor den Laubblättern der Bäume aufbrechen.
Diese Blumen sind deshalb zu einer derartigen Leistung in der Lage, da sie im Gegensatz zu anderen, später blühenden Arten, ganz besonders ausgestattet sind.
Mit Vorratskammern durch den Winter
Frühblüher besitzen sogenannte Vorratskammern, die unter der Erde liegen. ähnlich wie zum Beispiel das Eichhörnchen sammeln sie darin den Sommer über Vorräte in Form von Nährstoffen. Diese Nährstoffe dienen als Nahrungsquelle, wenn im Winter alles gefroren ist. Die Vorratskammern sehen unterschiedlich aus. Manche Arten haben eine Zwiebel, andere eine Knolle und wieder andere eine Wurzel.
Wenn dann der Schnee schmilzt und der Boden langsam auftaut und weicher wird, können diese Blumen mit den Wurzelspitzen das versickernde Wasser aufnehmen und damit die gespeicherten Nährstoffe in alle Pflanzenteile transportieren. Wer Frühblüher sucht oder haben möchte, der sollte mal unter Büschen nachsehen oder sich diese anschaffen, denn dort wachsen die Blumen besonders gerne.
Beim Blühen müssen sie sich daher auch beeilen, damit ihnen die Buschzweige mit ihrem Laub nicht das notwendige Licht nehmen. Zu den Frühblühern gehören das Schneeglöckchen, der Krokus und der Märzenbecher, denen dann Narzisse und Tulpe folgen.